Mrz 192013
 

Es gibt Diebe, die von den Gesetzen nicht bestraft werden und doch dem Menschen das Kostbarste stehlen: Die Zeit. (Napoleon Bonaparte)

Auf Facebook habe ich heute meinen Unmut darüber geäußert, dass ein Kunde von mir nicht in der Lage ist, die Rechnungsnummer als Verwendungszweck anzugeben. Prompt erhielt ich einen Kommentar auf dieses Statusupdate. Die Kommentatorin prahlte damit, dass sie manchmal absichtlich eine Rechnungsnummer nicht angibt, um dem Gegenüber extra Arbeit zu machen. Kurz drauf erweiterte sie ihre Äußerung auch noch um eine gewisse Häme:

(1) Aljoscha Marcel Everding

Leute, die die Zeit anderer Menschen als wertlos erachten und diese absichtlich verschwenden, machen mich wütend! Was geht in solchen Köpfen vor?!

Der Arbeitsphilosoph Frithjof Bergmann betrachtet den Geldbetrag, den man bei einer Tätigkeit bekommt nicht als Lohn für die geleistete Arbeit, sondern als Aufwandsentschädigung für die dafür aufgewendete Zeit, die man so nicht anders verbringen konnte.

Wenn jemand also absichtlich meine Zeit verschwendet, in dem er mir zusätzliche Arbeit bereitet, so nimmt er mir mein wertvollstes Gut ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Für mich ist dies somit ein doppeltes Minus-Geschäft: Mir fehlt sowohl die Zeit, als auch der Geldbetrag, der die so fehlende Zeit entschädigen könnte!

Die Konsequenz muss sein: Zeitdiebe – sowohl im Beruflichen als auch Privaten – aus dem eigenen Leben zu streichen! Sie tun nicht gut!