Mrz 182013
 

Es war eigentlich immer mal wieder im Gespräch, nun wurde es Gewissheit. Google schaltet den überaus erfolgreichen Feed-Reader Google Reader ab. (Siehe u.a. bei heise oder auch t3n)

In erster Linie ist es nur das Ende einer Applikation. Auf der anderen Seite kann man sich aber auch fragen, ob dies das Ende von Feeds ist, wie es immer wieder prognostiziert wird? Ich hoffe nicht! Der Trend, Feeds durch Facebook und Twitter zu ersetzen, halte ich für überaus falsch. Ich bin ein großer Fan von Feeds und habe dies auch schon im Rahmen eines Vortrags vor 3,5 Jahren bei einem Webmontag in Paderborn deutlich gemacht.

Sascha Aßbach hat sich auch ein paar Gedanken zur Reader-Abschaltung gemacht. Evtl. könnte app.net für Feeds behilflich sein. fever sieht auch interessant aus. Und man kann vorsichtshalber ja mal diese Petition unterschreiben.

Die Macher der RSS-Reader-Software Reeder haben über ihren Twitterfeed schon angekündigt, dass die Abschaltung des GoogleReader keine negativen Auswirkungen auf Reeder hat.

Ich habe keine Ahnung, was bei Google derzeit so abgeht, aber mir macht das sehr radikale Abschalten diverser Dienste/Applikationen derzeit ein wenig Sorge. Man könnte glatt das Vertrauen verlieren, das man in Google hatte. Die Zeit fragt sich sogar, ob das das Ende des offenen Internets ist. Denn gerade der Trend, Feeds nur noch in den Walled Garden Facebook zu leiten, ist alles andere als ‚offen‘.

Schaut man sich die Ankündigung im Google-Blog an, dann wird das Ausmaß erst klar:

  • GoogleReader
  • CalDAV
  • Snapseed
  • Google Voice für BlackBerry

Und was kommt als nächstes? Wie sicher kann ich mir sein, dass Google den Mail-Dienst GMail oder GoogleDocs aktiv am Leben hält?!

Und wenn ich mir jetzt noch anschaue, dass Google bei GoogleTalk andere Server blockiert, dann verliert man langsam echt die Lust an dieser Firma.