Sep 262007
 

Kann man sich Freiheit erkaufen?

Das mag für Manager und Politiker durchaus stimmen, für eine Gesellschaft bzw. ein gesamtes Volk gestaltet sich dies allerdings schon schwieriger.

Freiheit erfordert politische Arbeit. Erfordert Einsatz. Erfordert Koordination. Erfordert Demonstration. Erfordert aber vor allem Geld. Geld um all diese Aktionen zu starten, die nötig sind, um Freiheit salonfähig zu machen. Um dem restlichen Volk den Wert der Freiheit nahe zu bringen.

Der AK Vorratsdatenspeicherung hat am vergangenen Samstag eindrucksvoll gezeigt, was durch geschickte Vernetzung und unendlich viel ehrenamtlicher Arbeit möglich ist. Mit Hilfe von vielen anderen Organisationen wurde die größte Demo für Datenschutz und Bürgerrechte seit 20 Jahren organisiert.

Es ist Zeit, dem Bündnis Tribut zu zollen. Ein Schulterklopfen reicht leider nicht. Mit Lob kann man keine Rechnungen bezahlen.

Es ist Zeit sich finanziell einzubringen.

Im Rahmen der diesjährigen re:publica wurde bereits im April ein Aufruf gestartet, der einfacher in seiner Form eigentlich nicht sein konnte.

Ingmar Redel versprach:

Ich werde 5 EUR im Monat spenden an den AK Vorratsdatenspeicherung, wenn 500 Menschen das Gleiche tun.

Der Zeitraum ist bis Ende September anberaumt. „Bis dahin sollte es doch machbar sein, 500 Menschen zu finden, denen ihre Freiheit wichtig genug ist.”
Die Rechnung wurde jedoch ohne den Wirt gemacht. Bis heute haben lediglich eine traurige Anzahl von 154 Leuten ihr Versprechen abgegeben. 346 fehlen noch. Bis zum 30. September scheint dies unmöglich.

Auch wenn dieses Versprechen fehlschlagen wird, hindert dies natürlich niemanden daran, eigenmächtig einen Dauerauftrag zu Gunsten des AK einzurichten.

Und auch ohne ein derartiges Versprechen sind Einzelspenden willkommen und dringend nötig! Die taz bringt es (auch wenn sie anscheinend noch Schwierigkeiten hat, sich für ein Datum zu entscheiden) auf den Punkt: Unter der Überschrift Datenschützer demonstrieren sich arm wird auf die finanzielle Schieflage des Arbeitskreises hingewiesen.

Die taz ist sich bei dem Datum nicht sicher

(via)

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